Getting Ready Tipps für Bräute – So wird der Morgen eurer Hochzeit wirklich schön
Der Morgen eurer Hochzeit. Noch bevor die Gäste ankommen, bevor die Musik spielt, bevor irgendjemand „Ja“ sagt – da passiert schon so viel.
Das Lachen mit der besten Freundin. Die Mutter, die kurz die Fassung verliert. Das erste Mal im Kleid vor dem Spiegel. Diese Momente gehören zu den stärksten des ganzen Tages – und die meisten Brautpaare vergessen sie fast, weil der Stress zu groß ist.
Dabei kann der Morgen so schön sein. Wenn man ein paar Dinge im Blick hat.
Plant mehr Zeit ein, als ihr denkt
Das ist der ehrlichste Tipp, den ich geben kann. Jede Hochzeit, bei der das Getting Ready unter Druck läuft, merkt man es – auf den Bildern, in den Gesichtern, in der Stimmung.
Plant für Haare und Make-up pro Person mindestens 45 bis 60 Minuten ein. Und dann noch einmal 30 Minuten extra – einfach so. Für den Kaffee, der getrunken werden will. Für das Gespräch, das gerade jetzt wichtig ist. Für den Moment, in dem eure Mutter das Kleid zuhakt und ihr beide kein Wort rauskriegt.
Wählt den richtigen Ort
Thüringen bietet dafür wunderschöne Möglichkeiten. Ob ein helles Zimmer in einer der alten Weimarer Stadtvillen, eine Suite im Erfurter Altstadt-Hotel mit Blick auf die Krämerbrücke oder die gemütliche Küche bei euren Eltern in Arnstadt – der Ort prägt die Stimmung.
Was ich als Fotograf brauche: natürliches Licht. Ein Fenster, am besten nach Norden oder Osten, macht einen riesigen Unterschied. Kein Kellerlicht, keine Neonröhren. Wenn ihr unsicher seid – fragt mich vorher, ich schau gern mit euch.
Übrigens: Wenn ihr plant, standesamtlich und freie Trauung zu kombinieren, lohnt es sich, den Getting-Ready-Ort gleich in der Nähe eurer Location zu wählen. Welche Trauungsorte in Thüringen sich dafür besonders eignen, habe ich in meinem Artikel über freie Trauungen in Thüringen zusammengestellt.
Ladet nur Menschen ein, die euch gut tun
Das klingt selbstverständlich. Ist es aber nicht immer.
Das Getting Ready ist kein öffentliches Event. Es sind die zwei Stunden, in denen ihr ankommen dürft – in euch, in den Tag, in das, was gleich passiert. Da braucht ihr Menschen, die das mit euch feiern. Nicht die, die Aufgaben brauchen oder selbst aufgeregt sind.
Kleiner Kreis. Volle Präsenz. Das trägt.
Frühstückt wirklich
Ich weiß, der Magen ist flau. Trotzdem: Esst etwas. Spätestens um Mitternacht auf der Tanzfläche werdet ihr froh sein, dass ihr das getan habt.
Viele Locations in Thüringen – vom Landgut in der Rhön bis zur Scheune im Saaletal – bieten Getting-Ready-Räume direkt vor Ort an. Nutzt das. Wenn der Weg von der Vorbereitung zur Trauung fünf Minuten statt fünfzig ist, ändert das alles.
Lasst mich früh dazukommen
Die schönsten Bilder vom Getting Ready entstehen nicht beim Ankleiden selbst. Sie entstehen davor. Wenn ihr noch im Morgenmantel seid, jemand lacht, eine Träne weggewischt wird, die erste Freundin den Raum betritt und kurz sprachlos ist.
Dafür muss ich da sein. Nicht als Regisseur – sondern als jemand, der wartet, bis der Moment kommt.
Ich empfehle meinen Brautpaaren, mich mindestens 90 Minuten vor dem Ende des Getting Readys dazuzurufen. Manchmal komme ich auch zum Frühstück. Das ist immer gut.
Was danach kommt
Nach dem Getting Ready folgt meistens die Trauung – entweder standesamtlich oder frei. Falls ihr noch nicht wisst, was beim Standesamt Erfurt wirklich auf euch zukommt, habe ich das einmal aufgeschrieben. Und wer noch überlegt, ob eine freie Trauung in Thüringen die richtige Wahl ist – auch dazu gibt es hier auf dem Blog mehr.
Der Morgen gehört euch. Lasst ihn sich so anfühlen.
Kai
Hochzeitsfotograf & Filmmaker aus Erfurt – für Paare in Thüringen, Sachsen und darüber hinaus. → hochzeitsfotograf-erfurt.de







